Bergfestung Mystras auf der Halbinsel Peloponnes, Griechenland
Die Bergfestung Mystras auf der griechischen Halbinsel Peloponnes

PELOPONNES | MYSTRAS

Mystras auf der Landkarte markiert
Landkarte: Mystras auf der Halbinsel Peloponnes

Ort: Mystras
Region: Peloponnes
Regionalbezirk: Lakonien

Die Bergfestung Mystras

Die Bergfestung von Mystras (griech. Μυστράς), auch Mistras geschrieben, ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten des Peloponnes und generell auch ganz Griechenlands. Das liegt vor Allem an dem guten Zustand, in dem sich Teile der byzantinischen Stadt noch heute befinden. Die alte Bergfestung ist einen Tagestrip wert, denn neben gut erhaltenen und restaurierten Kirchen und der Zitadelle auf einem 600 Meter hohen Berg, wird man auch viel von der Landschaft umher mitbekommen. Darüberhinaus bekommt man beim Besichtigen der Ruinen das Gefühl, wieder in die byzantinische Zeit zurück versetzt zu werden.

Die Geschichte von Mystras

Die Geschichte von Mystras beginnt im 13. Jahrhundert, als Guillaume de Villehardouin, ein fränkischer Kreuzfahrer, an der Stelle des heutigen Mystras eine Festung erbauen ließ. Es war um die Zeit, als das byzantische Reich zerschlagen wurde und nur nur Teile davon übrig blieben. Nachdem Byzanz ein Stück seiner Macht wiedererlangte und einige Provinzen zurückeroberte, wozu auch die Region um Mystras gehörte, zog es auch die Bewohner aus dem Umfeld nach Mystras, die in der Bergfestung Zuflucht und Schutz suchten. Aus der einstigen Bergfestung entwickelte sich nach und nach die Stadt Mystras, welche zu einem kulturellen Zentrum spätbyzantinischer Kultur erblühte. Mystras wurde die Hauptstadt des Despotats von Morea, zu dem große Teile der Halbinsel Peloponnes gehörten.

Niedergang von Mystras

Der Niedergang von Mystras begann allmählich mit der Eroberung der Stadt durch die Türken im Jahre 1459. Nach über zwei Jahrhunderten türkischer Herrschaft, übernahmen 1687 die Venezianer die Herrschaft über Mystras, mussten die Stadt aber 1715 wieder den Türken überlassen. Mystras wurde 1834 endgültig aufgegeben, nachdem es vorher mehrmals ausgeplündert und zerstört wurde, u.a. durch die Albaner im Jahre 1770.

Sehenswürdigkeiten der Bergfestung

Hoch oben auf einem Berg, liegt die 1248 erbaute Festung von Mystras, der sogenannte Despotenpalast. In dem damals größten Palast Griechenlands residierten byzantinische Despoten (Statthalter) und lenkten von da aus die Geschehnisse der Zeit. Wer plant, Mystras einen Besuch abzustatten, der sollte darauf gefasst sein, dass die Stadt eine enorme Größe hat. Bis man fußläufig den Palast erreicht können Stunden vergehen und je nachdem wie warm es ist, wird der Aufstieg umso anstrengender. Der Palast ist auf alle Fälle sehenswert, doch auch die Aussicht von dort oben auf das umliegende Land, rechtfertigt den Aufstieg alle Mal. Für alle, die den Palast aus der Nähe betrachten würden, allerdings den langen Weg dorthin vermeiden wollen, kann man auch über eine Straße mit dem Auto zum Palast gelangen.

Neben dem Palast, gibt es noch zahlreiche Kirchen und andere Gebäude aus dem 13. und 14. Jahrhundert, die gut erhalten und sehenswert sind. Die älteste Kirche von Mystras, die Bischofskirche Metropolis Hagios Dimitrios, stammt aus dem Jahre 1291, so zumindest geht aus einer Inschrift an der Südmauer hervor. Neben dieser ist auch die Kirche Hagia Sophia (Heilige Weisheit) von Interesse, die in der Zeit der Türkenherrschaft als einzige Kirche von Mystras zu einer Moschee umfunktioniert wurde. Interessant ist sicherlich auch das Kloster Pantanassa, welches auch heute noch von Nonnen bewohnt wird. Das Katholikon des Nonnenklosters gilt als die schönste Kirche in Mystras.

Unsere Bewertung

Sehenswürdigkeit
Die Bergfestung Mystras ist eine tolle Sehenswürdigkeit auf der griechischen Halbinsel Peloponnes, die mit ihren vielen Gebäuden, Ruinen, Kirchen und dem Palast, eindrucksvoll von der byzantinischen Epoche zeugt. Die Ruinen und Ausgrabungen sind in einem sehr guten Zustand.
Sehenswürdigkeit: Bewertung 5 von 5 Sternen(5/5 - Sehr zu empfehlen)

Erreichbarkeit
Es gibt am Eingang der Stätte einen großen Parkplatz mit genügend Parkmöglichkeiten. Wenn man sein Auto am Fuße von Mystras parkt, also am Eingang der Stätte, wird man später den ganzen Weg vom Palast wieder zu Fuß zurücklegen müssen. Die Strecke ist sehr lang, deshalb empfiehlt es sich auch alternativ, an der Hälfte des Weges Halt zu machen, um zum Auto zurückkehren. Anschließend kann man den langen Weg zum Gipfel des Berges und zum Palast bequem auch mit dem Auto zurücklegen. Jeder, wie er mag. Die Straße nach oben ist beschildert und wurde eigens dafür errichtet.
Erreichbarkeit: Bewertung 5 von 5 Sternen(5/5 - Sehr gut erreichbar)

Wegsamkeit
Die Stadt Mystras ist groß und der Weg zum Palast ist für ungeübte Wanderer schon sehr anstrengend, aber machbar. Wer Mittags unterwegs ist, für den wird es umso anstrengender. Die Wege, bzw. die antiken Steine, sind zum Teil sehr rutschig, weshalb man unbeding feste Schuhe mit rutschfester Sohle tragen sollte. Mystras ist sehr groß und fußläufig kann man schnell an seine Grenzen kommen, wenn man nicht genug trinkt. Also besser immer etwas zu trinken dabei haben. Ansonsten ist Mystras ein absolut lohnender Ausflug, an dem es viel zu sehen gibt, weshalb die lange Strecke somit eher zur Nebensächlichkeit wird.
Wegsamkeit: Bewertung 3 von 5 Sternen(3/5 - Rutschfeste Sohlen sind angesagt)

Verpflegung
Im Hochsommer sollte man unbedingt Wasser dabei haben. Zwischendurch findet man unterwegs hin und wieder Getränkeautomaten, die allerdings nur mit Kleingeld funktionieren. Am Ein- und Ausgang gibt es Buden, an denen man Snacks und Getränke erwerben kann. Verglichen mit archäologischen Stätten anderer Sehenswürdigkeiten Griechenlands ist das Verpflegungsangebot auf Mystras schon ziemlich gut und durchdacht.
Verpflegung: Bewertung 4 von 5 Sternen(4/5 - Für Essen und Trinken ist gut gesorgt)

TIPP: Unbedingt ansehen, aber am besten bereits morgens da sein. So entgeht man den großen Besucherströmen und der Weg ist bei etwas kühleren Morgen-Temperaturen weniger anstrengend.

 

Über den Autor:

fotoIch bin Christos. Autor dieses Beitrags und zugleich auch Gründer von Griechenland-Entdecker.de. Ich habe eine Leidenschaft für Griechenland, seine Kultur und Geschichte. Eine besondere Vorliebe habe ich für historische Hinterlassenschaften der antiken Griechen. Ich liebe es, in Griechenland vor Ort antike Ruinen und Tempel zu besichtigen und mehr über ihre jeweiligen Geschichten zu erfahren.

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