Die griechischen Götter der Antike

    zeus hera

    Wer waren die griechischen Götter?

    Griechenland hat eine tiefgreifende und spannende Geschichte und gleiches gilt für die Götterwelt des antiken Griechenlands. Die griechischen Götter der Antike haben die Welt der antiken Griechen gelenkt und beeinflusst. Auch heute noch hat ihre Bekanntheit kaum nachgelassen. In der Gegenwart und über die Grenzen Griechenlands hinaus, sind die Götter der griechischen Antike weltweit noch immer allgegenwärtig. Sie finden auch heute noch ihren Platz in Büchern, Erzählungen oder modernen Verfilmungen.

    Mächtige Kämpfer, die die Menschen beschützten

    Im antiken Griechenland galten die Götter als mächtige Kämpfer, die das Volk und die Menschheit vor Ungeheuern beschützten. Einige von Ihnen beherrschten die Urgewalten der Natur, so wie beispielsweise der Gott Poseidon, welcher die ungestümen Meere kontrollierte oder Zeus, der die Macht über den Himmel und die Blitze hatte.

    Wie heißen die 12 Götter des Olymp?

    Die bedeutendsten Götter des antiken Griechenlands sind die berühmten 12 Götter des Olymp. Ihnen wurde die Ehre zuteil, gemeinsam mit dem Göttervater Zeus, den Olymp zu bewohnen. Im Einzelnen waren die 12 Götter folgende:

    1. Aphrodite
    2. Apollon
    3. Ares
    4. Artemis
    5. Athene
    6. Demeter
    7. Hephaistos
    8. Hera
    9. Hermes
    10. Hestia
    11. Poseidon
    12. Zeus

    Weitere olympische Götter

    Es gab auch weitere Götter und Halbgötter, die von den Menschen verehrt wurden. Neben den 12 bekannten Göttern, die den Olymp bewohnten, gab es auch weitere Götter, die zum Göttergeschlecht der Olympier zählten, jedoch nicht privilegiert waren auf dem Berg Olymp zu leben. Zu Ihnen zählten Gottheiten wie zum Beispiel Aletheia, die Göttin der Wahrheit oder auch Hades, der Gott der Unterwelt. Anderen Göttern, wie beispielsweise dem Halbgott Herakles, dem Sohn des Zeus und der sterblichen Alkmene oder Dionysos, dem Gott des Weines und der trinkseligen Fröhlichkeit, wurde erst später die Ehre zuteil, dem Olymp beizuwohnen.

    Waren die griechischen Götter unsterblich?

    Die griechischen Götter galten als unsterblich, weshalb ihnen die Angst vor dem Tod unbekannt war. Sie schwörten allerdings einen Eid auf das Wasser des Flusses Styx aus der Unterwelt, welches ihnen die Götterbotin Iris in einem goldenen Gefäß darbrachte. Wer von den Göttern seinen auf dieses Wasser abgelegten Eid brach, dem wurde zur Strafe die Fähigkeit zum Atmen genommen. Wer seinen Eid brach, musste sich im Anschluss weitere neun Jahre von den anderen Göttern fernhalten und durfte in dieser Zeit auch keine göttlichen Paläste betreten.

    Wie sieht der Stammbaum der griechischen Götter aus?

    Der Stammbaum zeigt dir anschaulich, welcher Gott und welche Göttin mit wem verbunden war und welche weiteren Götter aus diesen Bünden entstanden sind.

    griechische goetter stammbaum von chaos zu zeus

    Wo in Griechenland befinden sich Tempel zu Ehren der Götter?

    Großen Göttern zu Ehren wurden prunkvolle Tempel errichtet, in denen die antiken Griechen Opferbeigaben darlegten und religiöse Rituale durchführten. Es gibt zahlreiche griechische Tempel in Griechenland, aber auch im heutigen Italien und der heutigen Türkei.

    Die Top 5 der Tempel zu Ehren der Götter

    Im folgenden findest du die TOP 5 der Tempel, die noch heute in Griechenland zu finden sind:

    #1 Parthenon

    parthenon akropolis athen griechenlandDer Parthenon-Tempel befindet sich auf der Akropolis von Athen. Der Tempel wurde der griechischen Göttin Athene gewidmet und zählt zu den imposantesten Bauwerken und Überresten der griechischen Antike. Der Bau des Tempels begann 447 v. Chr.

    #2 Theseion

    tempel des hephaistos athenDer Theseion-Tempel ist dem griechischen Gott Hephaistos gewidmet, weshalb er auch als Tempel des Hephaistos bezeichnet wird. Dieser befindet sich in Athen. Der Bau des Tempels begann etwa um 449 v. Chr.. Der Tempel des Hephaistos zählt zu den am besten erhaltenen Tempeln.

     

    #3 Olympieion

    olympieion tempel des zeus athen ganz

    Der Olympieion-Tempel wurde in der Antike dem griechischen Gott Zeus gewidmet, weshalb man diesen mächtigen Tempel auch als Tempel des Zeus bezeichnet. Dieser befindet sich in Athen, ganz in der Nähe der Akropolis von Athen. Der Bau des Tempels begann im 6. Jahrhundert v. Chr..

    #4 Delphi

    tempel des apollon delphi

    In Delphi befinden sich neben vielen weiteren Bauwerken auch die Überreste des Apollon-Tempels. Der Tempel wurde dem griechischen Gott Apollon gewidmet. Erbaut wurde er um 373 v. Chr.. Delphi galt in der Antike als Mittelpunkt der Welt, der durch den Omphalos gekennzeichnet wurde.

    #5 Poseidon-Tempel

    poseidon tempel sounion

    Der Poseidon-Tempel am Kap Sounion befindet sich südöstlich von Athen. Der Tempel wurde um 440 v. Chr. erbaut und war dem Gott Poseidon gewidmet. In der griechischen Antike besuchten Seefahrer den Tempel und baten um die Gunst des Meeresgottes bei ihren Überfahrten.

    Welche waren die Aufgaben der griechischen Götter?

    Griechische Götter wurden aus den verschiedensten Gründen verehrt und angebetet. In ihrer göttlichen Gestalt verkörperten sie die Verantwortlichen für bestimmte Themenbereiche und Aufgaben.

    Feldherren beteten zu Gott Ares

    Krieger und Feldherren beteten vor ihren Schlachten Ares, den Gott des Krieges an und erhofften sich dadurch in die Gunst des Gottes zu gelangen, um siegreiche Kriege zu führen und um wohlbehalten aus ihren Schlachten zu ziehen.

    Bauern huldigten der Göttin Demeter

    Bauern verehrten die Göttin Demeter, die als Fruchtbarkeitsgöttin bekannt war. Sie beteten sie an und erhofften sich dadurch ertragreiche Ernten. Sie baten sie um Unterstützung, wenn zum Beispiel aufgrund von Dürre die Ernte ausblieb.

    Seefahrer wandten sich an Gott Poseidon

    Seefahrer beteten zum Gott Poseidon, um bei Ihren Fahrten nicht von Unwettern überrascht zu werden. Sie fürchteten den Zorn des Poseidon und wandten sich ihm zu, um ungestüme Gezeiten zu vermeiden.

    Athener verehrten die Göttin Athene

    Die Göttin Athene galt als Schutzgöttin Athens, weshalb die Menschen ihr zu Ehren damals Tempel errichteten, die auch heute noch in der Akropolis von Athen zu finden sind.

    Die Aufgaben der Götter waren Anlass zur Anbetung

    Je bedeutender die Aufgaben der Götter für die Menschen waren, desto bemühter waren sie den jeweiligen Göttern zu huldigen. Die Intention der antiken Griechen ihren Göttern zu Ehren Tempel zu errichten leitete sich also von der Bedeutung der Götter ab.

    In der Liste weiter unten innerhalb dieses Beitrags findest du eine Auflistung griechischer Götter mit ihren jeweiligen Aufgaben, sowie ihren griechischen und römischen Namen.

    Wo sind die griechischen Götter geboren?

    #Zeus | Geboren auf der größten Insel Griechenlands

    Zeus war der Herrscher über den Olymp, auf dem er mit den anderen Olympischen Göttern residierte. Er war der Gott des Himmels, des Blitzes und des Donners und der Mächtigste unter den Göttern. Zeus war der Sohn der Titanen Kronos und Rhea, seine Geschwister waren die Götter Hera, Hades, Demeter, Hestia und Poseidon.

    Nachdem Kronos fürchtete, dass ihn eines seiner Kinder seiner Macht entledigen könnten, verschlang er sie alle, um zu verhindern, seine Herrschaft zu verlieren. Dies gelang ihm mit allen seinen Söhnen und Töchtern, die ihm seine Gemahlin Rhea gebar, mit Ausnahme des jungen Zeus. Dieser blieb durch das Handeln seiner Mutter Rhea verschont.

    Rhea versteckte sich in einer Höhle auf der griechischen Insel Kreta und brachte den Gott Zeus zur Welt, der dort das Licht der Welt erblickte. Dem Kronos gab sie anstelle des Neugeborenen Zeus einen Stein, der in ein Tuch gewickelt war. Kronos fiel darauf rein und verschlang den Stein mit dem Glauben es sei sein Sohn Zeus.

    Genauer Geburtsort etwas unklar

    Der genaue Geburtsort soll Überlieferungen zufolge der Ort Psychro in der Region Lasithi auf der Insel Kreta sein. Dort soll Zeus in der Höhle von Psychro (auch als Diktäische Höhle oder Zeus-Höhle bekannt) geboren worden sein.

    Einer anderen Überlieferung nach, soll er zwar auch auf der Insel Kreta geboren worden sein, jedoch nicht in der Höhle von Psychro, sondern im Idagebirge in der sogenannten Idäischen Grotte.

    #Apollo und Artemis | Geboren auf der heiligen Insel

    Artemis ist die Göttin der Jagd, der Wildnis und des Mondes. Sie ist die Zwillingsschwester des Gottes Apollon, welcher in der Antike als Gott des Lichts, der Weissagung, der Künste und des Friedens verehrt wurde. Artemis und Apollon sind Kinder des Zeus, dem Herrscher über den Olymp und Leto, einer Tochter der Titanen Koios und Phoibe.

    Der Beiname von Artemis ist Delia und der des Apollon lautet Delios, was daran liegt, dass beide Götter auf der griechischen Insel Delos geboren wurden. Die Insel Delos galt in der Antike als religiöses Heiligtum, weshalb dort beeindruckende Tempel und Monumente wie das Apollonheiligtum erbaut wurden. Die Insel Delos und ihre über 3.500 Jahren alten Ruinen und Überreste zähllen zum UNESCO Weltkulturerbe und können noch heute besichtigt werden.

    Nur unweit von der Insel Mykonos entfernt

    Die Insel Delos befindet sich ganz in der Nähe der Insel Mykonos, weshalb es sich bei einem Mykonos-Urlaub anbietet, die Sehenswürdigkeiten von Delos zu besuchen. Die Insel Delos zählt zu den Top Sehenswürdigkeiten Griechenlands.

    #Hera | Geboren unter einem Lygosbaum

    Hera ist die Gemahlin des Zeus und eine der 12 Olympischen Götter. Sie war die Göttin der Ehe und der Familie und wurde gleichsam als Beschützerin der Frauen verehrt. Hera war eine eifersüchtige Göttin, die Rache an denjenigen Frauen ausübte, mit denen ihr Gemahl Zeus sie betrog. Legenden zufolge wurde Göttin Hera auf der griechischen Insel Samos geboren.

    Ihre Geburt soll unter einem Lygosbaum (Mönchspfeffer) stattgefunden haben, in der Nähe des Heraion, einer Tempelanlage, die im 7. Jahrhundert v. Chr. zu Ehren der Göttin Hera errichtet wurde. Die Überreste des Heraion von Samos, das von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde, zählt zu den Top Sehenswürdigkeiten der Insel Samos.

    #Hermes | Gezeugt auf dem Peloponnes

    Der griechische Gott Hermes wurde als Gott des Handels, der Reisenden und der Magier verehrt und hat zudem auch als Götterbote Berühmtheit erlangt. Hermes zählt zu den Göttern, die den Olymp bewohnten und zählt somit zu den wichtigsten Göttern der griechischen Götterwelt der Antike.

    Mythologischen Überlieferungen nach soll Hermes von Göttervater Zeus und der Maia, einer Tochter des Titanen Atlas, auf dem Berg Kyllini gezeugt worden sein, wo er dann auch später in einer Höhle geboren wurde. Der Berg Kyllini befindet sich im Nordosten der Halbinsel Peloponnes im Regionalbezirk Korinthia. Der Peloponnes (auch die Peloponnes genannt) zählt zu den geschichtsträchtigsten und spannendsten Regionen Griechenlands.

    #Aphrodite | Auf einer Muschelschale geritten und auf einer Insel gelandet

    Aphrodite galt in der griechischen Antike als Göttin der Liebe und der Schönheit und war zudem die Attraktivste unter den Göttinnen. Den mythologischen Erzählungen des Dichters Hesiod zufolge, wurde Aphrodite aus dem Meeresschaum (aphros, griech.: Schaum) heraus geboren und erblickte das Licht der Welt in ihrer vollkommenen Gestalt.

    Der Sage nach soll sie die Tochter des Gottes Uranos gewesen sein. Sein Sohn Kronos soll ihm das Geschlechtsteil abgeschnitten und ins Meer geworfen haben, wo sich sein Blut und Samen mit den Gewässern des Meeres vermischten. Daraus soll sich schließlich Schaum gebildet haben, aus dem die schöne Aphrodite entsprang.

    Auf einer Muschel reitend erreichte sie festen Boden auf einer Insel. Dabei kann es sich um die Insel Zypern gehandelt haben, aber auch um die Insel Kythera, einer Insel in der Südküste des Peloponnes.

    Aspklepios | Von einer Ziege gesäugt und beschützt

    Asklepios wurde in der griechischen Antike als Gott der Heilkunst verehrt. Der Sohn des Gottes Apollon soll nach Erzählungen des antiken Geschichtsschreibers Pausanias zufolge in der Nähe von Epidauros auf dem Peloponnes geboren worden sein. Genauer gesagt soll er auf dem Berg Myrtion das Licht der Welt erblickt haben, wo ihn seine Mutter Koronis seinem Schicksal hinterließ. Der Sage nach soll er dort von einer Ziege gesäugt und von dem Hund des Hirten Aresthanas beschützt worden sein.

    Wer waren die Urgötter, also die vorolympischen Götter?

    Griechische Götter lassen sich neben den mächtigen 12 Göttern des Olymp und generell auch den Olympischen Göttern an sich, weiterhin auch in die Kategorie der Vorolympischen Götter einteilen. "Vor"-olympisch, weil Sie die Anfänge der griechischen Götterwelt darstellen und entsprechend weit vor den Olympischen Göttern den Lauf der Welt beeinflussten. Sie sind im antiken Griechenland und in der griechischen Mythologie bezeichnend für die Anfänge der Welt.

    Das Chaos

    Am Anfang war das Chaos. Es ist der Urzustand, der laut der griechischen Mythologie die Welt umgab, bevor sie sich zu dem entwickelte, wie wir sie heute kennen. Ein verwirrendes Durcheinander und vollständige Unordnung. In diesem Zustand gab es die Welt an sich nicht, sie ist viel mehr ein allumfassender Nebel.

    Die Urgötter

    Die Urgötter sind die Erstgeborenen des Chaos. Aus dem Chaos, welches keinem Geschlecht zugeordnet wird, entstammen die Kinder Gaia, Eros, Tartaros, Erebos und Nyx. Sie sind die ersten griechischen Götter der Geschichte. Aus ihnen wiederum kamen die weiteren vorolympischen Götter, Hemera, Ouranos, Aither, Pontos und Thalassa hervor.

    Alle diese Götter verkörpern alles das, was uns umgibt. Die Erde, das Wasser, die Luft und den Himmel. Den Tag, die Nacht und die Unterwelt. Aus Ihnen entwickelt sich aus dem Chaos der Kosmos, ein wiederum geordneter Zustand. Ein geordnetes Universum. Der folgende Teil dieses Beitrags beschäftigt sich entsprechend mit den griechischen Urgöttern, sowie ihrer jeweiligen Aufgaben, bzw. ihrer Rolle im Weltgeschehen.

    Gaia - Urgöttin der Erde

    Aufgabe: Personifikation der Erde oder Mutter der Erde
    Götterkategorie: Urgöttin / Vorolympische Göttin
    Römischer Name: Tellus oder Terra Mater

    Gaia entstammte aus dem Chaos und macht den Anfang der Schöpfung aus. Die Geschwister der Göttin Gaia sind der Gott Tartaros, der Gott Eros, der Gott Erebos und die Göttin Nyx.

    Die Urgöttin ist die Personifikation der Erde und Mutter der Urgötter Ouranos, Ourea und Pontos, die ohne Befruchtung aus ihr entstanden. Mit ihrem Sohn Ouranos, zeugte Sie die Zyklopen und die Hekatonchieren, die Ouranos so sehr hasste, dass er sie in den Tartaros (die Unterwelt) verbannte. Letztere, die Hekatonchieren waren schreckliche Wesen mit hundert Armen. Deshalb auch der Name: Hekaton = griechisch für hundert und -chieren = griechisch für Arme.

    Gaia gebar auch die Titanen, die sie im Geheimen zur Welt brachte. Sie forderte ihre Titanenkinder auf, Ouranos umzubringen, dafür dass er ihre anderen Kinder verbannte. Schließlich war nur der Titan Kronos zu dieser Tat bereit.

    Eine Sichel aus unzerbrechlichem Adamant, die er von Gaia erhielt, war die Waffe mit der er seinen Vater Ouranos entmannte. Aus dem Blut, was auf die Erde floss, entstanden schließlich die Giganten, die Erinnyen und die Eschennymphen oder melische Nymphen. Letztere waren diejenigen aus denen laut der griechischen Mythologie der Mensch hervorging.

    Eros - Urgott der Liebe

    Aufgabe: Personifikation der Liebe
    Götterkategorie: Urgott / Vorolympischer Gott
    Römischer Name: Amor

    Der griechische Urgott Eros entstammt wie auch seine Schwester Gaia aus dem Chaos. An dieser Stelle mag man sich fragen, wie der Zusammenhang zum gleichnamigen Gott Eros ist, der wiederum aus der olympischen Göttin Aphrodite hervorkam. Außer dem identischen Namen haben die beiden Götter nicht wirklich etwas gemeinsam.

    Am Anfang war es die personifizierte Liebe Eros, welche als eine der Urgottheiten des Universums alle Menschen und sogar alle darauf folgenden Götter mit seiner allumfassenden Liebe beherrschte. Es heißt, dass nichts auf der Welt der Liebe des Eros entgehen kann.

    Tartaros - Urgott der Unterwelt

    Aufgabe: Personifikation der Unterwelt
    Götterkategorie: Urgott / Vorolympischer Gott
    Römischer Name: Tartarus

    Tartaros ist die personifizierte Unterwelt. Er ist ein Bruder der Urgöttin Gaia und des Urgottes Eros. Der Tartaros ist der dunkelste Ort der Erde und derjenige an welchem nie das Licht der Sonne hinabschien.

    Der Tartaros gilt als Ort der Strafe, der seinen bestraften Gefangenen unendliche Qualen bereitet, solange bis sie bereinigt wurden. Denjenigen, deren Taten unheilbar sind, erwartet die unendliche Qual.

    Der griechischen Mythologie zufolge brauchte es ganze neun Tage bis ein Amboss, der von der Erde fiel, den Tartaros erreichte. In der platonischen Seelenlehre heißt es, dass Verstorbene erst nach dem Befahren des Totenflusses (Acheron oder Styx genannt) in den Tartaros geschickt werden, sofern ihre Seele von den Richtern Minos, Aiakos und Rhadamanthys als ungerecht erkannt wird.

    Die Überquerung des Flusses geschieht durch den Charon, dem greisen und sehr unheimlichen Fährmann, der nur gegen einen Obolus (meist eine Münze) den Totenfluss mit seinem Boot überquert.

    Erebos - Urgott der Finsternis

    Aufgabe: Personifikation der Finsternis
    Götterkategorie: Urgott / Vorolympischer Gott
    Römischer Name: Erebus

    Der Erebos ist ein griechischer Urgott, der als Personifikation der Finsternis gilt. Er ist bezeichnend für denjenigen Zustand, der auch als lichtlos betrachtet wird. Erebos entstammte aus dem Chaos und brachte das Dunkle mit sich, welches wie ein Nebel die Ränder der Welt durchzog und die Tiefen der Erde verdunkelte. Somit wird der Erebos auch als Teil der Unterwelt betrachtet. Erebos war mit der Urgöttin Nyx (Urgöttin der Nacht) verbunden und zeugte die Urgötter Aither (Urgott des Lichts) und Hemera (Urgöttin des Tages).

    Nyx - Urgöttin der Nacht

    Aufgabe: Personifikation der Nacht
    Götterkategorie: Urgöttin / Vorolympische Göttin
    Römischer Name: Nox

    Nyx ist eine Urgöttin und entstammte wie auch ihre Geschwister Gaia, Eros, Tartaros und Eberos aus dem Chaos. Mit letztem, dem Urgott Eberos, ging sie eine Verbindung ein.

    Nyx nutzte die dunklen Nebel des Eberos, welche die Tiefen der Erde verdunkelten und zog sie wie Vorhänge über die Erde. Die Nacht brach dann ein und der Himmel verdunkelte sich.

    Mit der Verbindung zu Erebos gingen auch weitere Nachkömmlinge hervor, der Urgott Aither (Urgott des Lichts) und die Urgöttin Hemera (Urgöttin des Tages). Ohne Einwirken des Eberos und aus sich selbst heraus, kamen aus der Nyx allerdings noch zwei weitere Kinder empor. Es handelt sich hierbei um Hypnos, den Gott des Schlafes und Thanatos, den Gott des Todes.

    Es heißt, dass später selbst der mächtige Göttervater Zeus und der mächtigste unter den im Nachhinein entstandenen olympischen Göttern, sich vor der Nacht fürchtete.

    Weitere griechische Urgötter

    Aus den Verbindungen der ersten Urgötter gingen weitere Urgötter hervor. Wie auch die Götter Gaia, Eros, Tartaros, Erebos und Nyx zuvor, gelten auch die folgenden Götter als vorolympische Götter, die weit vor den Olympiern (bspw. Zeus, Hera, Poseidon, Aphrodite, etc.) existierten.

    Sie nehmen wie auch die ersten Urgötter eigene Aufgaben wahr und eine Rolle im weiteren Weltgeschehen ein. Erst ihr Mitwirken macht die Welt vollständig zu dem, wie sie uns heute bekannt ist. Eine Welt mit Meeren, Seen, mit Licht, Himmel und Tag.

    Aither - Urgott des Lichts

    Aufgabe: Personifikation des Lichts
    Götterkategorie: Urgott / Vorolympischer Gott
    Römischer Name: Aether

    Hemera - Urgöttin des Tages

    Aufgabe: Personifikation des Tages (auch als Eos bekannt)
    Götterkategorie: Urgöttin / Vorolympische Göttin
    Römischer Name: Aurora

    Ouranos - Urgott des Himmels

    Aufgabe: Personifikation des Himmels
    Götterkategorie: Urgott / Vorolympischer Gott
    Römischer Name: Uranus

    Pontos - Urgott des Meeres

    Aufgabe: Personifikation des Meeres; auch Urgott der hohen See
    Götterkategorie: Urgott / Vorolympischer Gott
    Römischer Name: Pontus

    Thalassa - Urgöttin der See

    Aufgabe: Personifikation der See; auch Urgöttin des Mittelmeeres
    Götterkategorie: Urgöttin / Vorolympische Göttin
    Römischer Name: Thalassa

    Liste der griechischen Götter: Aufgaben, griechische und römische Namen

    In der Liste findest du neben den berühmten 12 Göttern des Olymp auch weitere olympische Götter, die zum Teil nicht den Olymp bewohnten, aber dennoch zu den olympischen Göttern gezählt wurden. Du findest in der Liste auch Urgötter, also diejenigen Götter, die vor der Zeit der olympischen Götter herrschten. Diese werden auch als vorolympische Götter bezeichnet.

    Gott/
    Göttin

    Aufgabe

    Göttertyp

    Römischer Name

    Aither

    Urgott des Lichts

    Urgott / Vorolympischer Gott

    Aether

    Aletheia

    Göttin der Wahrheit

    Göttin

    Veritas

    Göttin der Liebe und der Schönheit

    12 Götter /

    Olympische Göttin

    Venus

    Gott des Lichts, der Heilung, der Künste, der Weissagung und des Friedens

    12 Götter /

    Olympischer Gott

    Apollo

    Göttin der Jagd, der Wildnis und des Mondes

    12 Götter /

    Olympische Göttin

    Diana

    Gott des Krieges und der Schlachten

    12 Götter /

    Olympischer Gott

    Mars

    Asklepios

    Gott der Heilkunst

    Olympischer Gott

    Aesculapius

    Göttin der Weisheit und Schutzgöttin Athens

    12 Götter /

    Olympische Göttin

    Minerva

    Göttin der Fruchtbarkeit

    12 Götter /

    Olympische Göttin

    Ceres

    Dionysos

    Gott des Weines und der trinkseligen Fröhlichkeit

    Olympischer Gott

    Bacchus

    Eileithyia

    Göttin der Geburt und Wehen

    Olympische Göttin

    Lucina

    Erebos

    Urgott der Finsternis

    Urgott / Vorolympischer Gott

    Erebus

    Eros

    Urgott der Liebe

    Urgott / Vorolympischer Gott

    Amor

    Gaia

    Urgöttin der Erde oder Mutter der Erde

    Urgöttin / Vorolympische Göttin

    Tellus / Terra Mater

    Hades

    Totengott und Herrscher der Unterwelt

    Olympischer Gott

    Pluto

    Hebe

    Göttin der Jugend; Schenkte als Mundschenk den Göttern Nektar und Ambrosia ein

    Olympische Göttin

    Iuventas

    Hemera

    Urgöttin des Tages

    Urgöttin / Vorolympische Göttin

    Aurora

    Gott des Handels, der Reisenden und der Magier

    12 Götter /

    Olympischer Gott

    Mercurius

    Gott des Feuers und der Schmiedekunst

    12 Götter /

    Olympischer Gott

    Vulcanus

    Göttin der Ehe und der Familie

    12 Götter /

    Olympische Göttin

    Juno

    Herakles

    Beschützer der Paläste und Sportstätten; Berühmt durch die Erledigung der 12 Aufgaben; Sohn des Zeus und der Alkmene (Halbgott)

    Olympischer Gott

    Hercules

    Göttin des heiligen Herdfeuers

    12 Götter /

    Olympische Göttin

    Vesta

    Hygieia

    Göttin der Gesundheit

    Göttin

    Salus

    Morpheus

    Gott des Traumes

    Gott

    Nike

    Göttin des Sieges

    Göttin

    Victoria

    Nyx

    Urgöttin der Nacht

    Urgöttin / Vorolympische Göttin

    Nox

    Ouranos

    Urgott des Himmels

    Urgott / Vorolympischer Gott

    Uranus

    Persephone

    Göttin der Unterwelt

    Olympische Göttin

    Proserpina

    Pontos

    Urgott des Meeres

    Urgott / Vorolympischer Gott

    Pontus

    Gott des Meeres und der Gewässer

    12 Götter /

    Olympischer Gott

    Neptun

    Tartaros

    Urgott der Unterwelt

    Urgott / Vorolympischer Gott

    Tartarus

    Thalassa

    Urgöttin der See

    Urgöttin / Vorolympische Göttin

    Thalassa

    Gott des Himmels und Herrscher über den Olymp

    12 Götter /

    Olympischer Gott

    Iuppiter

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